Urlaubsbericht: Aida-Kreuzfahrt Orient Teil 1

Veröffentlicht 6. August 2017 von kaethe85

Im März diesen Jahres haben mein Freund und ich unsere erste große Reise gemacht.

Wir waren auf einer Kreuzfahrt mit der Aida durch den Orient.

Unsere Route:

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Wir sind von Hamburg aus nach Dubai geflogen. Dort ging es auf Schiff. Von da aus in de Oman nach Muscat, nach Abu Dhabi in den Bahrain und zurück nach Dubai.

Wir sind mit Emirates  von Hamburg aus per Direktflug nach Dubai geflogen. Ab Berlin gab es zu diesem Zeitpunkt keine Flüge. Das war allerdings nicht schlimm. Wir sind mit dem Auto nach Hamburg gefahren und haben es dort für die Woche in einem Parkhaus in der Nähe des Flughafens abgestellt. Von da aus gab es ein Shuttle zum Airport. Also alles unkompliziert.

Ich war schon ganz schön aufgeregt vor dem langen Flug und den fremden Kulturen. Die politische Situation und die Tatsache,dass mein letzter Flug schon einige Jahre her ist haben dazu beigetragen. Man hat im Vornherein schon eine Menge positives über die Fluggesellschaft und die damit verbundenen Annehmlichkeiten gehört. Allerdings mussten wir leider feststellen, dass vorherige Platzreservierungen (kostenpflichtig 30 € pro Platz) nicht funktionieren!!!

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Also es war schon ein sehr großes Flugzeug und es gab ein gutes Entertainmentprogramm an Bord. In den Sitzen sind kleine Tablets verbaut mit denen man Filme und Serien gucken kann, Musiklisten abspielen kann oder auch Comuterspiele spielen kann. Bei einem 8 stündigen Flug ist Ablenkung auch gar nicht so schlecht. Wir sind abends um 21 Uhr abgeflogen und morgen 6 Uhr in Dubai gelandet. Der Flughafen ist riesig und sehr weitläufig. Allein das Shuttle vom Flugzeug zur Passkontrolle fuhr 20 Minuten!! Am Schalter arbeiten entgegen meinen Erwartungen sehr viele Frauen mit und ohne Kopftuch und wirklich super hübsch mit langen Klimperwimpern.

Unser Schiff:

Unser Schiff für diese Reise war die AidaStella. Sie ist 253,33 m lang und 32,2 m breit. Es gibt insgesamt 14 Decks.

  • 7 Restaurants
  • 10 Bars
  • 1 Diskothek
  • 1 Wellnessbereich
  • 1 Fitnessstudio
  • 1 Friseur und Kosmetiksalon
  • 1 Kunstgalerie
  • 2 Shops
  • ein Theatrium
  • ein Casino
  • ein Blumengeschäft
  • ein Brauhaus
  • eine Bibliothek
  • einen Kidsclub
  • ein 4D-Kino
  • und einiges mehr

Es gibt unterschiedliche Kabinenkategorien:

  • Innenkabine
  • Außenkabine mit Fenster oder Bullauge
  • Balkokabine
  • Suite

Wir hatten eine Innenkabine. Klein und fein und sehr schön gestaltet, so dass es gar nicht sofort auffällt, dass man kein Fenster hat.

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 Anreisetag: Dubai

Wir haben ca. gegen 8 Uhr das Schiff betreten und wurden erstmal auf Deck 5 bei der Begrüßungsveranstaltung empfangen. Leider war unsere Kabine erst ab 13 Uhr bezugsfertig. So mussten wir uns die Wartezeit mit Frühstücken und Warten vertreiben. Da wir ziemlich übermüdet waren und immer noch unsere warmen Klamotten vom Flug trugen (in Deutschland war es logischerweise viel kälter) war das schon ziemlich nervig.

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Als wir endlich in die Kabine konnten haben wir erstmal 1-2 Stunden geschlafen , das war auch nötig. Schnell geduscht und erfrischt und dann wurde erstmal das Schiff erkundet. Wir haben uns dann spontan entschieden für den Abend einen Ausflug zu buchen. Zum einen hatten wir ja genug Zeit und zum anderen hatten wir so den letzten Tag in Dubai komplett frei um auf eigene Faust loszuziehen.

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Also stand um 20 Uhr Dubai eine Lichterfahrt auf dem Programm. Mit dem Reisebus und einem sympathischen Reiseführer ging es zum ersten Mal in die aufregende Stadt mit Stops an einem  traditionellen Markt, Fotostop mit Blick auf den beleuchtete Burj al Arab und Kurzem Aufenthalt in der Dubai Mall  um das Fontänenspiel am Burj Khalifa zu sehen. Das ging zwar ganz schön flott,aber wir waren schon ordentlich beeindruckt von der Größe der Mall und den Massen an Menschen unterschiedlichster Nationen Einkommensverhältnisse die sich uns dort boten.

Am Abend gab es noch eine Willkommensparty auf dem Pooldeck mit Sekt und Musik.

1. Tag: Seetag

Nach dem Frühstück stand erstmal die Seenotrettungsübung an. Diese ist für alle Reisenden Pflicht!!! Sie findet meist am ersten Tag statt bevor das Schiff ablegt. Es ertönt ein Warnsignal und die Ansage, dass sich alle Passagiere mit ihren Rettungswesten, die sie in ihrer Kabine finden an den ihnen zugewiesenen Sammelstellen einzufinden haben. Also rennen alle Lemminge bis auf einzelne Ausnahmen auf das Außendeck und reihen sich brav auf.

Kleiner Tipp: Erfahrungsgemäß gibt es immer Passagiere die eine Extraeinladung brauchen und auf die das gesamte Schiff mitunter 45 Minuten warten muss. Von daher ruhig in Ruhe zur Sammelstelle gehen, damit man möglichst in den vorderen Reihen steht. Hinten wird dann mit der Zeit nämlich die Luft stickig und es kann je nachdem auf welcher Seite vom Schiff man steht sehr warm in der Sonne werden und vorne wedelt wenigstens Luft. 🙂 Die Belehrung wie man sich im Ernstfall zu verhalten hat beginnt eh erst wenn auch die letzten da sind.

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ca. 11 Uhr legte das Schiff dann ab in Richtung Oman. Jedes Ablegemanöver ist ein echtes Highlight mit Musik „Time to say Goodbye“ und dem dröhnen des Horns zum Abschied. Das ist wirklich jedes Mal auf Neue sehr schön.

Zur Mittagszeit haben wir uns das Brauhaus angesehen. Dort war großer Fassanstich mit Bayrischem Frühschoppen und es gab Tim Mälzer Linsensuppe, Würstchen und Brezeln. Serviert von Phillipinos in zünftigen Lederhosen.

Generell kann man an Bord nicht verhungern oder verdursten, weil immer eines der Restaurants geöffnet hat in denen man kostenfrei essen und trinken (Softrdrinks, Bier und Wein) kann. In den Bars gibt es Cocktails und Kaffeegetränke zu moderaten Preisen.

Am Abend gibt es täglich wechselnde Veranstaltungen im Theatrium präsentiert von den Schiffseigenen Künstlern.

2. Tag: Ankunft in Muscat / Oman

Um 8 Uhr morgens legte das Schiff im Hafen von Muscat an. Da man sich leider nicht frei auf dem Hafenglände bewegen darf und uns die Ausflüge zu teuer waren und nicht so gereizt haben, haben wir uns entscheiden an Bord zu bleiben und das verhältnismäßig leere Schiff zu genießen.

Unser Tipp: Da man sich im Hafen bereits auf dem Hoheitsgebiet des Oman befindet ist es verboten während des Anliegens nackt zu sein und von daher haben wir das genutzt und uns im FKK-Bereich aufgehalten (bekleidet) da der über zwei eigene Whirlpools verfügt und die im Vergleich zum großen Pool weitaus leerer und entspannter sind.

Die Aussicht auf die Gebirge von Muscat war dazu noch sehr schön. Ich hatte gar nicht solch eine bergige Landschaft erwartet. Das Wetter hat mit 30 Grad auch super mitgespielt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es an Bord vor allem auf See deutlich windiger ist als an Land. Das merkt man gerade abends.

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Gegen 19 Uhr legte das Schiff dann wieder ab in Richtung Abu Dhabi. Am Abend stieg auf dem Pooldeck eine große Schlagerparty. Das war eine super Stimmung mit Tanz, Livemusik, Lasern und vieler gut gelaunter Leute.

3. Tag: Seetag

Für den 2. Seetag hatten wir uns zu einer Küchenführung angemeldet. Das ist eine Art Geheimtipp und manchmal wird dieses Tour gar nicht offiziell angegeben, da es nur ca. 10 Teilnehmerplätze gibt. Wir haben uns am Anreisetag explizit nach der Küchenführung erkundigt und sofort gebucht. Diese findet in der Regel immer an einem Seetag statt. Wir haben 22,50 Uhr pro Person bezahlt und wurden von einem Profikoch im Alla-Cart-Restaurant empfangen und durch die verschieden Küchen und Lagerräume geführt. Es war schon echt beeindruckend in welchen Größen sich dort alles abspielt. Zum Schluss gab es noch ein Glas Sekt, Canapés und für jeden eine Flasche vom bordeigenen Schnaps.

Da wir davon ausgingen, dass sich am Seetag alle auf dem Pooldeck tümmeln würden haben wir uns im Wellnessbereich eingebucht. Mit der Hoffnung auf jeden Fall eine frei Sonnenliege zu ergattern. Das hat leider nicht so geklappt, da die werten Damen und Herren auf dem kleinen Außendeck am Wellnessbereich der Meinung waren ihre Liegen so aufzustellen, dass nicht alle Liegen Platz hatten. Das war enttäuschend, aber es war eh sehr stürmisch draußen also sind wir im warmen Ruhebereich drinnen ordentlich versackt.

Das Highlight:   Wir konnten ganz kurz und leider relativ weit weg Delfine sehen!!!!!!

Die Einfahrt zum Hafen Abu Dhabi war meiner Meinung nach spektakulär. Über der Stadt lag eine Art Dunstglocke und so sah es so aus, als ob die Hochhäuser ganz langsam aus dem Nebel aufstiegen. Irgendwie total spooky und wunderschön. Abu Dhabi bietet vom Hafen aus ein wunderschönes Lichterspiel. Man fühlt sich mitten drin in der Stadt. Die Empfangshalle vom Hafen verfügt über gratis W-Lan (deshalb sitzen dort auch so viele Schiffsarbeiter mit ihren Telefonen) und über einige kleine Geschäfte. Die Menschen dort sind wirklich alle sehr höflich.

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4. Tag: Abu Dhabi

Heute stand ein besonderer Ausflug auf dem Plan. Wir wollten uns die berühmte Scheich-Zayid-Moschee ansehen. Das kann ich jedem empfehlen. Man muss beachten, dass man sich den Geflogenheiten dort anpasst aus Respekt zur Religion. Das heißt, man darf nix weißes tragen, bei Frauen müssen die Knöchel und die Handgelenke bedeckt sein und ja auch ein Kopftuch ist Pflicht. Aber es lohnt sich. Am Eingang zur Moschee gibt es hohe Sicherheitsvorkehrungen mit bewaffneten Sicherheitsmitarbeitern, Metalldetektoren und Taschenkontrollen. In den heutigen Zeiten von Terrorgefahren und Glaubenskonflikten verständlich finde ich. Dafür wird man mit langen Marmorböden und Luxusteppichen sowie riesigen Kronleuchtern belohnt. Die Kulisse ist wirklich wunderschön.

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Anschließend sind wir zu einem Freilichtmuseeum Heritage Village gefahren um dort das „alte Abu Dhabi“ in Form eines Museeumsdorfes kennen zu lernen. Dahinter lag allerdings das türkisblaue Wasser mit Blick auf die Skyline des „neuen Abu Dhabis“. Wirklich sehr schön, gerade bei der Hitze aber !!! Badeverbot. Leider.

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Nach dem Ausflug noch ein Latte Macchiato in der Ocean Bar und dann ging es gegen 17 Uhr auch schon in Richtung Bahrain.

 

 

Ende Teil 1

 

 

 

 

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